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by Matt Muenster
Matt Muenster

4 Minuten Lesezeit

Auswirkungen der Angriffe der Vereinigten Staaten und des Iran auf den Energiemarkt | Advisor Pulse

Juni 23, 2025

Matt Muenster
by Matt Muenster

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Am 23. Juni hat der Iran als Vergeltung für die US-Angriffe auf iranische Nuklearanlagen vom Wochenende Raketenangriffe auf die US-Militärbasis Al-Udeid in Katar geflogen. Dies stellt zwar eine erhebliche Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und Israel dar, doch waren die Angriffe weithin erwartet worden und verursachten weder Opfer in den USA noch Schäden an der Energieinfrastruktur. Infolgedessen interpretieren die Märkte diesen Schritt als kontrollierte Reaktion und nicht als Signal einer breiteren Eskalation.

Bei Börsenschluss am 23. Juni 2025 sind die Rohölpreise um mehr als 5 $ pro Barrel gesunken, wobei die Sorte West Texas Intermediate (WTI) unter 70 $ gefallen ist. Auch die Dieselpreise sind mit einem Rückgang von mehr als 17¢ pro Gallone rückläufig. Dieser starke Rückgang deutet darauf hin, dass der Markt das unmittelbare Risiko einer Versorgungsunterbrechung neu bewertet und die Reaktion des Irans eher als Chance zur Deeskalation denn als Katalysator für einen weiteren Konflikt betrachtet.

Warum steigen die Rohölpreise nicht in die Höhe?

Trotz des erhöhten Risikoumfelds tragen mehrere Faktoren dazu bei, den Aufwärtsdruck auf die Energiepreise einzudämmen:

  • Keine Unterbrechung der physischen Ölströme: Die Straße von Hormuz - ein Chokepunkt für fast 20 % des weltweiten Erdöls - ist weiterhin offen. Der Iran hat zwar Drohungen ausgesprochen, aber keine Maßnahmen ergriffen, um den Tankerverkehr zu blockieren oder zu unterbrechen.
  • Historischer Präzedenzfall: Frühere Konflikte in der Region, darunter die Golfkriege und die russische Invasion in der Ukraine, haben gezeigt, dass selbst starke Preisspitzen in der Regel nur von kurzer Dauer sind, wenn die Versorgung nicht physisch unterbrochen wird.
  • Freie Produktionskapazitäten: Die OPEC+ verfügt über schätzungsweise 5,7 Millionen Barrel pro Tag an freien Kapazitäten, von denen der größte Teil auf Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate entfällt. Dieser Puffer gibt den Märkten die Gewissheit, dass jede Versorgungslücke schnell geschlossen werden könnte.
  • Alternative Exportrouten: Sowohl Saudi-Arabien als auch die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen über Pipelines, die die Straße von Hormuz umgehen und so das Risiko eines totalen Versorgungsengpasses verringern.
  • Marktmüdigkeit und verbesserte Effizienz: Die Energiemärkte sind gegenüber geopolitischen Schocks widerstandsfähiger geworden. Verbesserte Energieeffizienz und diversifizierte Lieferketten haben die inflationären Auswirkungen von Ölpreisschwankungen im Vergleich zu früheren Jahrzehnten gedämpft.

Entwicklung der Rohöl- und Dieselpreise im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Israel und dem Iran

Seit den ersten israelischen Luftangriffen am 13. Juni sind die US-Rohölpreise der Sorte WTI um etwa 10 % gestiegen und erreichten einen Höchststand von über 75 $, bevor sie sich bei 74 $ pro Barrel einpendelten. Die nationalen Großhandelspreise für Dieselkraftstoff sind ebenfalls gestiegen, und zwar um insgesamt 10,6 % auf einen Durchschnittspreis von etwa 330,1 Cent pro Gallone.

Was ist auf einem unberechenbaren Weltmarkt zu beachten?

Obwohl die Märkte derzeit stabil sind, bleiben die Bedingungen sehr dynamisch. Ein direkter Versuch des Iran, die Straße von Hormuz zu blockieren oder wichtige Ölinfrastrukturen im Golf zu treffen, könnte zu einem raschen und anhaltenden Anstieg der weltweiten Energiepreise führen. Die Wahrscheinlichkeit einer umfassenden Blockade bleibt jedoch gering. Der Iran ist für seine Ölexporte in hohem Maße von dieser Wasserstraße abhängig, und jeder Versuch, die Schifffahrtswege zu schließen oder zu unterbrechen, würde wahrscheinlich eine sofortige und energische Reaktion der US-Marine hervorrufen, die in der Region stark präsent ist. Diese Faktoren wirken zusammengenommen abschreckend auf eine extremere Eskalation - zumindest auf kurze Sicht.

Auf Veränderungen auf dem Kraftstoffmarkt vorbereitet sein

Die Diesel- und Rohölmärkte preisen derzeit das Risiko ein, zeigen aber keine Anzeichen von Panik. Solange die physische Versorgung nicht unterbrochen wird, wird sich die Volatilität wahrscheinlich in Grenzen halten. Dennoch bleibt das Potenzial für eine Eskalation bestehen, und Verlader sollten auf plötzliche Veränderungen bei den Kraftstoffkosten vorbereitet sein.

Um widerstandsfähige und kosteneffiziente Transportstrategien zu entwickeln, ist es wichtig, über die Marktdynamik informiert zu sein. Durch den Einsatz von Fuel Recovery können Verlader den Spediteuren die Treibstoffkosten in Echtzeit erstatten und ihren Gewinn vor Marktschwankungen schützen. Erfahren Sie noch heute mehr über Fuel Recovery !

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